TYPO3 Upgrade auf Version 8.7

Das TYPO3 Angebot des ITSZ wird derzeit auf die neue Softwareversion TYPO3 8.7 gehoben. Die jetzige Version wird nur noch bis 31. März 2019 unterstützt. Nach Auslaufen des Supports ist ein sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet, da Fehler oder Sicherheitslücken nicht mehr behoben bzw. geschlossen werden. Dies könnten Hacker ausnützen, um Internetseiten offline zu nehmen oder Inhalte zu manipulieren. Abgesehen von den Sicherheitsaspekten, bringt die neue Version auch Verbesserungen beim redaktionellen Arbeiten im TYPO3 Backend.

Auswirkungen auf Support und Bestellung neuer Webauftritte

Das TYPO3 Team des ITSZ arbeitet bereits seit Ende 2017 zusammen mit mehreren Agenturen intensiv an der Vorbereitung des Upgrades. In der letzten Phase dieser Arbeiten sowie in der eigentlichen Upgradephase müssen parallel

  • der laufende Support für fast 500 Webauftritte und ca. 1.400 Redakteure aufrecht erhalten sowie
  • ein aufwendiges Vergabeverfahren auf europäischer Ebene vorbereitet werden, um das Angebot auch in Zukunft mit externer Unterstützung in hoher Qualität bereit stellen zu können

Auch aufgrund der angespannten Personalsituation sind Einschränkungen des Service leider unvermeidlich:

  • Anfragen zu neuen Webauftritten werden weitestgehend auf „on hold“ gesetzt
  • Mit längeren Wartezeiten bei Supportanfragen muss gerechnet werden
  • Schulungen entfallen bis auf Weiteres

Wir bedauern die Einschränkungen sehr und bitten Sie um Verständnis dafür, dass die genannten Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines sicheren und langfristig hochwertigen und wartbaren Services unumgänglich sind.

Was kommt auf die Betreiber bestehender TYPO3-Webauftritte zu?

Das TYPO3 Team des ITSZ führt alle notwendigen Anpassungen durch. Für die Redaktionen entsteht daher kein unmittelbarer Aufwand. Allerdings müssen sich die Redaktionen nach der Umstellung mit Änderungen im Backend vertraut machen:

  • Das Systemupgrade wird so durchgeführt, dass sämtliche Inhalte für die Webseitenbesucher nach der Umstellung wie bisher 1:1 zu erreichen sind
  • Im TYPO3-Backend ergeben sich Änderungen im "Look & Feel" der Benutzeroberfläche sowie auch einige funktionale Änderungen
  • Die Anleitungen werden daher im Vorfeld aktualisiert

Die Integration von Webauftritten in übergeordnete Webauftritte wird ebenfalls vom TYPO3 Team durchgeführt. Bei einer 1:1 Übernahme der Seitenstruktur sind alle URLs auch nach der Integration weiterhin gültig.

Das TYPO3 Team kommt im Vorfeld einer Umstellung auf die Verantwortlichen zu und stimmt das genaue Vorgehen und den Fahrplan ab.

Welche Regeln gelten für das Einrichten neuer Webauftritte?

Bis zum endgültigen Abschluss des TYPO3 Upgrades vsl. Mitte 2019 gelten folgende Regelungen:

  • Auf der alten TYPO3 Version 6.2 werden neue Webauftritte nur noch in besonderen Ausnahmefällen (z.B. neue Einrichtung/Professur) eingerichtet. Dagegen spricht der Mehraufwand für das Einrichten einer Site auf der alten Version mit unmittelbar darauf notwendigem Upgrade auf die neue Version. Darüber hinaus müssten sich die User innerhalb kürzester Zeit auf ein verändertes Look & Feel und funktionale Änderungen im Backend einstellen.
  • Sobald die neue Version des Systems zur Verfügung steht, startet der eigentliche Upgrade Prozess für alle TYPO3 Instanzen. Auch in dieser Phase werden neue Webauftritte nur in begrenztem Umfang angelegt, da das Upgrade bestehender Sites Vorrang hat.
  • Eigenständige Webauftritte mit eigener Domain ("Stand-Alone") werden nur noch für neue Einrichtungen wie Fakultäten und Zentralinstitute eingerichtet.
Info:

Neues Webauftrittkonzept

In Abstimmung mit den Verantwortlichen werden bislang selbständige TYPO3 Webauftritte (mit eigener Domain) des ITSZ sukzessive in Fakultäts- oder anderen übergeordneten Instanzen gebündelt. Dies gilt auch für die Einrichtung neuer Webauftritte. Dahinter steht ein neues Konzept für das Webauftrittmanagement mit dem Ziel einer technischen Bündelung der Webauftritte in einer überschaubaren Zahl größerer TYPO3 Instanzen. Dies führt zu einer Reduzierung des Aufwands bei dem aktuellen und auch in Zukunft anstehenden Upgrades. Denn jede einzelne Instanz muss geklont und dann auch auf die neue Version gehoben werden, wobei trotz weitgehender Automatisierung immer noch manuelle Anpassungen (z.B. Extensions) in den Webauftritten notwendig sind. Aus diesem Grund ist die Minderung der TYPO3-Installationen dringend geboten. Diese und weitere Eckpunkte zur Nutzung des Service finden Sie in den Nutzungsbedingungen für das TYPO3 Angebot des ITSZ.

Weitere Informationen zum Upgrade

Welche Neuerungen gibt es für das redaktionelle Arbeiten?

Abgesehen von Sicherheitsaspekten sprechen auch einige Verbesserungen auf redaktioneller Ebene für die neue TYPO3-Version:

  • Verbesserte Nutzerfreundlichkeit: Überflüssige Elemente wurden entfernt und die Bedienung vereinfacht
  • Spürbare Performance-Verbesserung, die schnelleres Arbeiten ermöglicht
  • Neuer modernder Text-Editor mit vereinfachter Inhaltspflege
  • • Eine neue Newsextension mit der Möglichkeit weitere Inhaltselemente (z.B.: ein Video) zu integrieren.

Warum ist die Umstellung so aufwendig?

Der Upgrade eines so mächtigen Systems wie TYPO3 ist generell kosten- und zeitintensiv. Denn man kann nicht „einfach das System upgraden“, weil danach viele Extensions und Funktionalitäten nicht mehr funktionieren würden.

Darüber hinaus sind die Änderungen in diesem Fall tiefgreifender als bei vorhergehenden Upgrades. So wird die Codebasis zum Auslesen oder Bearbeiten von Content Elementen vollständig ausgetauscht. Die Herausforderung besteht darin, den Content im Frontend 1:1 so umzustellen, dass keine manuelle Nacharbeiten der Redaktion notwendig sind. Auch im Backend gibt es Auswirkungen, da die bisher bekannten Elemente nicht mehr in der gewohnten Form angeboten werden. Hier wird eine Überführung realisiert, die ein einfaches Handling für die Redaktion erlaubt.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die große Anzahl eigenständiger TYPO3 Instanzen. Pro Instanz ist für die reine Umstellung (ohne Anpassungen des Codes) auf eine neue Version mit einem Aufwand von bis zu einem Tag auszugehen: Jede einzelne Instanz muss geklont und dann auch auf die neue Version gehoben werden, wobei trotz weitgehender Automatisierung immer noch Anpassungen in den Webauftritten notwendig sind. Dies bedeutet bei 500 Instanzen einen Aufwand von ca. 500 Personentagen.

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